Im Jahre 1190 wird der Ort erstmals mit dem Namen Eibenstock urkundlich erwähnt. 1222 heißt er Heeresfelden, später Herschfeld und heute Hirschfeld.
Die Geschichte des Waldhufendorfes Hirschfeld ist eng mit dem Aufstieg und Niedergang des "Eygens Tuchnice", des Klosters Langheim, verbunden. Die Gründung der Waldhufendörfer des nördlichen Frankenwaldes erfolgte wahrscheinlich von Norden her. Sie haben zu der Zeit, als Bischof Hermmann II. den "Wald um Winthagin" (Windheim) dem Kloster Langheim schenkte, schon bestanden. Hirschfeld gehört zu diesen Siedlungen. "Im Jahre 1222 wird Heinrich von Lewinstein (Lauenstein) von Abt und Convent des Klosters Langheim durch kirchliche Zuchtmittel und gütlichen Vergleichen veranlasst, auf alle Rechte in den Gütern Winthagin, Steynpach (Steinbach a.Wald), Buchbach und Hersfelden zu verzichten." (Aus "Heimatkundliche Informationen" 1.8.1960) Das Kloster Langheim kam in finanzielle Schwierigkeiten und mußte neben seinem "Eygen Leukast" (Marktleugast) auch das "Eygen Tuchnice" (Teuschnitz) an das Bamberger Hochstift verkaufen. In der Verkaufsurkunde vom Jahre 1388 ist unter den 25 Siedlungen und 15 Wustungen auch Hirschfeld genannt. Von diesem Jahr an gehört Hirschfeld, neben allen anderen Orten, zum Bamberger Besitz. Durch die Säkularisation im Jahre 1803 kamen sämtliche Orte an das Kurfürstentum Bayern. Der Turmhügel von Hirschfeld: Hirschfeld war ehedem ein Ansitz des Ortsadels. Es bestand im frühen Mittelalter ein durch einen Wassergraben geschützter Turmhügel zum Schutze des Dorfherren. Beim Bau der Kirche im Jahre 1652 wurde die wahrscheinlich schon wieder verfallene Anlage als Bauplatz verwendet. Es entstand eine Wehrkirche, die den Wassergraben zur eigenen Sicherung übernahm.
(Breuer, Landkreis Kronach)